Club: Fontainebleu, France
Author:  Hélène Carrère dÉncausse von der Académie Française 

Date reviewed: December 2013

Ein absolut lesenswertes Buch von Hélène Carrère d’Encausse, der ständigen Sekretärin der Académie Française seit 1999. Hier wird uns die Geschichte dieser institution aufgerollt,ihrer Beziehung zur Macht, der Königlichen oder Republikanischen, und alle jene Männer wieder lebendig vor unserem Auge, seien es Boileau und La Fontaine, durch königlichen Wunsch in die Académie gewählt, seien es Voltaire und  d’Alembert die aus der Académie einen « Resonanzboden der Aufklärung » machen wollten, oder auch die Marschälle des Ersten Weltkriegs, und natürlich Marguerite Yourcenar, die am 6. März 1980 unter der Patenschaft von Jean d’Ormesson als erste Frau in die Académie aufgenommen wurde. Inneralb von dreissig Jahren sind inzwischen acht Frauen gewählt worden (als Letze Dominique Bona).

Seit fast drei Jahrhunderten besteht die Académie schon auf der Freiheit ihrer Orientierungen und ihrer Optionen, bleibt aber ihrer Mission treu, die französische Sprache als eine « Besonderheit der französischen Kultur » zu bewahren, trotz der Anfechtungen, der sie in den letzten Zeiten ausgesetzt ist. Eine Besonderheit, die die ausländischen Studenten in Frankreich zu erlernen suchen. « Ein Grund, warum die ausländischen Professoren ihre besten Studenten nach Frankreich schicken, ist, eine andere Denkweise und Lebensanschauung zu erfahren, zum dominanten Angelsächsischen ein alternatives Kulturmodell kennenzulernen.»

Man kann dieses Buch immer wieder lesen, und man wird immer profitieren: die Académie hat zum Zusammenhalt unseres Volkes beigetragen, und in einer Welt, wo alle Grenzen fallen, verspürt man mehr den je die Notwendig-keit, sagen zu können, was man sieht und zu verstehen glaubt,, mit Worten die uns umgebende Welt zu bezeichnen, sich dank der Worte in Raum uns Zeit zu situieren.

In der Ära der Twitts, der SMS, der Facebooks muss man Madame d’Encausse danken für so viel Kultur und Intelligenz, und wir wollen, ohne sich dem  Wandel unserer Zeit und somit auch unserer Sprache zu verschliessen, stolz das Erbe unserer Sprache bewahren.